Diabetes Hilfe
Diabetes Hilfe
www.diabetes-hilfe.info
www.diabetes-hilfe.info

Metformin - Antidiabetikum bei Diabetes Typ-2

Metformin ist ein Biguanid, das zu den oralen Antidiabetika zählt und für die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 verabreicht wird.

Im Vergleich mit anderen oralen Antidiabetika ist
Metformin das Medikament, das am häufigsten eingesetzt wird.

Darüber hinaus ist das Präparat auch zugelassen, um den Insulinbedarf beim Diabetes mellitus Typ 1 zu senken und der Gewichtszunahme aufgrund des Spritzens von Insulin entgegen zu wirken.

Die Anwendung des Medikaments bei Typ-1-Diabetes ist jedoch sehr umstritten.

Metformin ist für erwachsene Diabetiker geeignet, bei denen eine mindestens dreimonatige Veränderung der Lebensweise in Form von Gewichtsreduktion, verändertem Essverhalten und Steigerung der körperlichen Aktivität nicht ausreichte, um die Blutzuckerwerte (nüchtern oder im
Tagesverlauf) in entsprechendem Ausmaß zu senken.

Grundsätzlich darf Metformin auch zur der Behandlung von Kindern und Jugendlichen ab zehn Jahren eingesetzt werden.

 

Mit Metformin Diabetes bekämpfen Die Wirkung von Metformin bei Diabetes

Wirkung

Metformin greift in die Energieproduktion ein. Dazu hemmt es in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, die sogenannte Atmungskette.

Dadurch wird ein alternativer Weg zur Energieproduktion bestritten, der ohne den Verbrauch von Sauerstoff ablaufen kann: die anaerobe Glykolyse.

Ein Nebenprodukt dieses Stoffwechselweges ist das Laktat, wodurch sich das Risiko für eine Laktatazidose als eine der unerwünschten Nebenwirkungen erklärt.

Des Weiteren steigert Metformin die Aufnahme von Glucose in die Muskelzellen, da es diese Zellen für das Blutzucker-Hormon Insulin sensibilisiert.

Die Neubildung von Zucker (Gluconeogenese) in der Leber wird zugunsten des Abbaus des Speicherzuckers (Glucolyse) gehemmt.

Ein Nebeneffekt von Metformin ist ein moderater Gewichtsverlust, der bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern erwünscht ist.

In Studien zeigte sich Metformin als am wirksamsten, um Folgeschäden des Diabetes mellitus zu verhindern (zum Beispiel diabetische Nephropathie, diabetische Retinopathie).

Des Weiteren wirkt Metformin lebensverlängernd, sodass Diabetiker eine ähnliche Lebenserwartung wie Gesunde erreichen. Dies liegt im schützenden Effekt auf das Herz und die Gefäße begründet.

Derzeit wird der Fragestellung nachgegangen, ob der Wirkstoff auch bei Menschen ohne Diabetes lebensverlängernd wirken könnte.

Die diesbezügliche Studienlage ist bislang nicht eindeutig.

 
Das Antidiabetikum Metformin Metformin bei Diabetes - Ein Antidiabetikum

Einnahme und Dosierung

Metformin wird als Tablette eingenommen. Wenn möglich sollte die Tablette nicht geteilt werden. Falls aufgrund des bitteren Geschmacks der Tablette die Einnahme erschwert ist, können spezielle teilbare Tabletten verwendet werden. Das Arzneimittel sollte während oder nach der Mahlzeit wie vom Arzt verordnet eingenommen werden.

Übliche Dosierungen sind 500 und 850 mg. Die tägliche Maximal-Dosis für Erwachsene beträgt 3000 mg pro Tag, die durch, über den Tag verteilte, dreimalige Einnahme erreicht wird. Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren dürfen täglich maximal 2000 mg einnehmen.

Nebenwirkungen des Antidiabetikums Metformin

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und verminderter Appetit, die am Anfang der Behandlung auftreten können. Diese Symptome verschwinden üblicherweise nach einiger Zeit. Die Verringerung des Hungergefühls kann länger bestehen bleiben und ist eine Ursache für den Gewichtsverlust unter Metformin-Therapie.

Selten kommt es während der Therapie zu Hautrötungen und einem Mangel an Vitamin B12, der aber so mild ausgeprägt ist, dass keine klinischen Beschwerden zu erwarten sind.
Werden die Gegenanzeigen missachtet, kann es zur Laktatazidose kommen. Dabei wird der pH-Wert des Blutes saurer, weil sich Laktat (Milchsäure) anhäuft. Diese Nebenwirkung ist sehr selten und wird derzeit kontrovers diskutiert.

Wechselwirkungen des Antidiabetikums Metformin

Diverse Medikamente wirken sich auf den Blutzuckerspiegel aus. Deshalb sollte der Einsatz von Kortikosteroiden, ACE-Hemmern (Blutdrucksenker), Diuretika (Entwässerungsmittel), iodhaltigen Kontrastmitteln und beta-Sympathomimetika (Arzneimittel in der Behandlung von Asthma bronchiale) möglichst vermieden werden. Wenn die Gabe dieser Medikamente absolut notwendig ist, muss das weitere Vorgehen mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Zusätzlich sollte der Konsum von Alkohol unterbleiben.

Gegenanzeigen des Antidiabetikums Metformin

Menschen, die an Erkrankungen mit einem erhöhten Risiko für hypoxische Zustände (zu geringe Sauerstoffsättigung des Blutes oder des Gewebes) und anaerobe Stoffwechsel-Situationen (in solchen Situationen wird vermehrt Laktat produziert) leiden, dürfen Metformin aufgrund des Risikos einer Laktatazidose nicht einnehmen. Dazu gehören Krankheiten mit respiratorischer Insuffizienz (verminderte Lungenleistung, zum Beispiel bei COPD oder Asthma bronchiale), Infektionen mit Fieber, kürzlicher Herzanfall, Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und Leberinsuffizienz

Da Metformin über die Nieren ausgeschieden wird, stellen auch Funktionsstörungen der Nieren oder Niereninsuffizienz eine Gegenanzeige dar. Weiterhin dürfen stillende oder schwangere Frauen, Kinder unter zehn Jahren und Alkoholiker das Präparat nicht einnehmen. Ebenso sollte bei Vorliegen einer diabetischen Ketoazidose (saures Blut mit vielen Keton-Körpern), diabetischem Koma und Präkoma auf die Anwendung verzichtet werden.

Des Weiteren sollte Metformin bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff nicht eingenommen werden.
Vor, während und nach operativen Eingriffen sowie Untersuchungen, bei denen iodhaltiges Kontrastmittel in die Blutgefäße gespritzt wird, sollte die Behandlung pausiert werden. Gleiches gilt während einer Diät mit einer täglichen Energieaufnahme unter 1000 kcal.

Mögliche weitere Anwendungsgebiete

Derzeit wird geprüft, ob Metformin auch bei anderen Krankheitsbildern positive Wirkungen zeigen
kann. Mögliche Erkrankungen sind Übergewicht ohne zu hohe Blutzuckerwerte und das polyzystische Ovarialsyndrom. Darüber hinaus könnte es zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes, zur Verminderung des Lungenkrebsrisikos bei Nichtrauchern (in einer Studie erkrankten Diabetiker, die mindestens fünf
Jahre lang Metformin eingenommen hatten, zu 52 % seltener an Lungenkrebs) und begleitend zu einer antiretroviralen Therapie eingesetzt werden.

 

Dieses Gesundheitsportal mit dem Schwerpunkt Diabetes bietet Betroffenen reichhaltige Informationen rund um das Thema Zuckerkrankheit, die Ursachen und Folgen sowie die richtige Diagnose und alles Wissenswerte zu Diabetes-Medikamenten sowie zu Diabetes-Heilmitteln und schulmedizinischen wie alternativen Therapien bei der Zuckerkrankheit.

 
Sie wollen die Krankheit Diabetes hinter sich lassen? Mit der F. X. Mayrkur kann Diabetes schnell und gesund rasch der Vergangenheit angehören.
Druckversion Druckversion | Sitemap
© MEDIZINISCHE FORTBILDUNGSAKADEMIE AG, N228HH High Road, London, Great Britain: Diabetes, Zuckerkrankheit, Ratgeber für Zuckerkranke, Tipps und Tricks bei Zucker, Heilmittel, Hausmittel, Medikamente, Folgen, Ursachen und Symptome genau erklärt